07.10.2020 | Alter: 15

Die Männer-Gang: Abbegglen, Rocky, Quantaz und Fackeltanz

Flutlicht-Premiere, Regendusche, super Resonanz - das sind die Stichworte zum Turnier in Hagen, unserem letzten Outdoor-Turnier in dieser sehr speziellen (Corona-)Saison.


Rocky Fotos: Rüchel

Abbegglen

Fackeltanz und Stefan

Quantaz und Isabell Werth

Rocky machte den Anfang und den wirklich erneut richtig gut! Ein Rang 2 im Grand Prix mit schönen knapp 73 % bestätigten in einem guten Feld die tolle Form die er schon über die 3 Turniere in Achleiten super gehalten hat. In seiner aller ersten Flutlicht-Kür, bei der es wirklich RICHTIG geregnet hat, holten wir erneut knapp Rang 2 mit 77,55 %. Er war wieder richtig gut drauf, sehr engagiert und immer mit toller Bergauftendenz. Er hat scheinbar Spaß daran, sich zu zeigen und weder das Flutlicht noch der viele Regen konnten ihn besonders beeindrucken – er bleibt bei aller positiver Vorwärts-Energie mit seinen für ein GP-Pferd jugendlichen 10 Jahren doch schon sehr, sehr gut bei mir. Leider haben sich Fehler in der Wechseltour eingeschlichen, aber da und dort werden uns die Routine und die Kraft in Zukunft noch mehr Sicherheit geben –  ich freue mich sehr auf unsere kommenden Prüfungen!

Und nicht nur Rocky machte seine Sache wirklich gut - auch Abegglen setzte sich toll in Szene! Auch hier wurde eine Prüfung -  der Qualifikations-Grand Prix für den Special - unter Flutlicht ausgetragen. Meines Wissens war das auch für ihn eine Premiere. Und die gelang uns, denke ich, schon recht gut – ein teurer Fehler unterlief uns beim Angaloppieren, das habe ich zugegebenermaßen nach dem tollen Gefühl in der Piaffe ein bissl verschlafen. Er hat einen wirklich bedeutenden Bewegungsablauf mit einem unglaublich aktiven Hinterbein und bleibt dabei schon schön geschlossen. Er will richtig weg vom Boden wie zum Beispiel den beeindruckend nach oben gesprungenen Galoppwechseln. Und genau diese Energie darf ich in der weiteren Arbeit jetzt über unsere gemeinsame Feinabstimmung noch etwas mehr in Bahnen lenken. Für die vielen tollen Momente im Grand Prix gab es 75,848 % und Platz 6 in einem sehr starken Feld – vielleicht eines der stärksten im heurigen „Corona-Jahr“, das von unserem Quantaz angeführt wurde. Isabell stellte ihn mit vielen Höhepunkten vor und siegte absolut verdient mit gaaaaanz knapp unter 80% (79,913 %) und deutlichem Abstand zur Konkurrenz. Sehr beeindruckend, wie er sich in der doch recht kurzen Zeit entwickelt hat ...

Im Special konnten wir wieder viele Höhepunkte zeigen, aber leider auch nochmal zwei Fehler. So in einer Piaffe bei der wir uns über den Punkt nicht ganz einig waren und er im Übergang ein bisschen stürmisch war. Geht also klar auf meinen Zylinder ... Und die Zweier fingen wir mit etwas zu viel Schwung und deshalb einem Dreierwechsel an. Beides leider sehr teuer. Das erklärt dann auch die 73,340 % und Rang zehn.
Auch hier konnten Isabell und Quantaz noch einmal eine sehr beeindruckende Runde zeigen! Von Mal zu Mal kommt noch mehr Routine und Gelassenheit – da ist noch nicht aller Tage Abend! ;-) Mit erneut über 80 % holten sie sich den Sieg!

Stefan hatte seinen Fackel mit nach Hagen gebracht, für den es, nach Neumünster Mitte Februar, sein gerade mal zweites Auswärtsturnier in dieser Saison war. Nach so langer Zeit wieder zu reisen, hat ihn tatsächlich ein bisschen hengstig gemacht und im Grand Prix war er doch sehr abgelenkt. Trotzdem zeigten die beiden sehr schöne Verstärkungen, Traversalen, Tempiwechsel und Pirouetten. In der Kür lief es dann wieder viel besser. Fackel ist echt ein ganz tolles Kürpferd! Mit fast 75 Prozent platzierten sie sich an achter Stelle in diesem tollen Feld bei Flutlicht und Starkregen! .... Großes Kompliment!

Ich bin super, super stolz auf meine beiden Pferde, die sich vom letzten Turnier in Achleiten bis jetzt in Hagen ganz toll weiterentwickelt haben. Wir wachsen immer mehr zusammen!!! Gefreut habe ich mich auch über die super tolle Resonanz für die zwei in Hagen.

Unschätzbar wertvoll sind für uns die Tipps von Isabell. Die Zusammenarbeit mit ihr bedeutet uns fachlich und menschlich sehr viel!! Auch meiner Familie und meinem Team, Simone und Jozef, sei an dieser Stelle herzlich gedankt für die tolle Unterstützung. Und natürlich auch der Familie Kasselmann, die die Mühen auf sich genommen und in diesen schwierigen Zeiten ein ganz tolles Turnier auf die Beine gestellt hat!! Und natürlich auch an die liebe Steffi, die sich so hervorragend um Quantaz kümmert!